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St. Martin - Wen oder was feiern wir da eigentlich jedes Jahr am 11.11.?

  • 3 Min. Lesezeit

St. Martin - Wen oder was feiern wir da eigentlich jedes Jahr am 11.11.?

Jedes Jahr, pünktlich zum 11.November werden wir durch die Kinder-Laternen-Umzüge in den Straßen an einen Heiligen erinnert, der so außergewöhnlich war, dass wir ihn über 1700 Jahre immer noch verehren. Außer dem Heiligen Nikolaus, der ja ähnlich berühmt sich bis heute hält, gibt es wenige Heilige, die wir mit solch einer Liebe feiern wie den Heiligen Martin.

Geboren wurde er um 316 in Savaria, einer Stadt die heute Szombathely heißt und im heutigen Ungarn liegt. Martin war in eine heidnisch römischen Familie geboren. Als Sohn eines römischen Offiziers war es selbstverständlich, ebenfalls ein römischer Soldat zu werden. Die Geschichte sagt, dass Martin ab dem 10 Lebensjahr Kontakt zu Christen hatte und er seinen christlichen Glauben im Laufe der Zeit stetig vertiefte. Im Alter von 18 Jahren war er bereits Soldat des römischen Reiches und etwa in dieser Zeit begegnete der Heilige Martin mitten im kalten Winter einem Bettler.

Ihr kennt sicher diese Geschichte. Martin bemerkte einen frierenden Menschen in eisiger Kälte, schlecht bekleidet und bettelnd. Viele gingen vorbei, ohne zu helfen. Alles was Martin jedoch dabei hatte, war lediglich sein Mantel und sein Schwert. Martin hatte Mitleid und teilte seinen Mantel und gab dem armen Bettler die Hälfte seines Mantels.Die umstehenden Kollegen des römischen Heeres verspotteten Martin jedoch wegen seiner Kleidungsstücke. Damals war ein Kleidungsstück mehr wert als nur Stoff, der den Körper bedeckt - an der Kleidung konnte man Rang und Status erkennnen sowie Respekt und Autorität gegnerüber dem Volk genießnen . Mit einem halben Mantel jedoch hat man sich vor dem Volku lächerlich gemacht . Nachdem entschied sich Martin aber dafür , dem armem Bettler zu helfen , trug Jesus in der folgendnachtdankbar die andere Hälfte von MartinsMantel , den erDem Bettlergegeben hat-und sagtedenEngeln :

„Seht, das ist der noch nicht getaufte Katechumen Martin, der hat mir den Mantel geschenkt und die Liebestat vollbracht.“

Das hatte Martin mitten ins Herz getroffen. Vielleicht kannte er den Satz: „Alles was ihr am geringsten Nächsten tut, habt ihr mir getan!“ Gott wollte Martin zeigen, hey, du hast nicht nur dem Bettler geholfen, du hast mir damit geholfen. Marin war jetzt Feuer und Flamme für Gott. Kennt Ihr das, wenn ihr Feuer und Flamme für eine Sache seid? Wenn Ihr für euren Fußballverein oder irgendeine Freundesgruppe, alles einsetzt? Ihr träumt sogar davon und überlegt, wie man dies oder das unterstützen könnte. So ähnlich muss es dem Heiligen Martin gegangen sein, als er Christ wurde. So ließ sich Martin im Alter von 18 Jahren taufen. 

Als Soldat wurde er eines Tages nach Frankreich versetzt und sollte gegen die Germanen in den Krieg ziehen. Er stand sicher nun in einem schwierigen Interessenkonflikt und wollte eigentlich nur noch Christus dienen und verweigerte den Dienst an der Waffe. Sein Vorgesetzter lehnte dieses Gesuch, aus dem Dienst entlassen zu werden, einfach ab. Man stelle sich vor, dass Martin dem Militär dann doch 25 Jahre diente und schließlich erst im Alter von 40 Jahren entlassen wurde.

Nach seinem Soldatenjob blieb er eine Weile bei Bischof Hilarius, der ihn getauft hatte. Lebte im Anschluss daran eine Zeit als Eremit und als er um 360 nach Gallien zurückkehrte gründete er 361 das erste Kloster des Abendlandes, die Abtei de Ligugé. In dieser Abtei wurde er dann schließlich auch zum Priester geweiht. Dieser Martin hatte sein Ziel für Christus zu arbeiten nie aus den Augen verloren. 25 Jahre sind eine unglaublich lange Zeit, in der er längst seinen Glauben hätte verlieren können. Was hat dieser Mensch für einen festen Glauben gehabt?!  Martin lebte nun ziemlich selbstlos und bescheiden. Beim Volk machte er sich als Ratgeber und Nothelfer schnell beliebt. 

Als nun der Bischof von Tours starb, wünschten sich die Bewohner von Tours Martin als Nachfolger.  Da er aber so bescheiden war und sein asketisches Leben liebte, wollte er auf keinen Fall Bischof werden und versteckte sich in einem Gänsestall. Leider schnattern die Gänse so laut, dass Martin schnell gefunden wurde und so 372 zum Bischof von Tours ernannt wurde.

Wir feiern zum Gedenken an diesen wunderbaren Menschen jedes Jahr am 11.November das Martinsfest. Martin zeigte Charakterstärke, selbstlose Nächstenliebe und einen unerschütterlichen Glauben an Jesus Christus. So kommt es, dass die Laternen, die die Kinder liebevoll in den Familien, den Kindergärten oder der Grundschule basteln, hell im Dunkeln leuchten und symbolisch auf Christus weisen, der das „Licht“ der Welt ist. 

In unserer Gemeinde St. Marien Bochum-Stiepel findet dieses Jahr der Martinszug am 12.11.2022 statt. Der Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Stiepeler Dorfkirche. Von dort ziehen die Kinder mit ihren Laternen zur Wallfahrtskirche St. Marien. Auf dem Wallfahrtsplatz gibt es dann ein Martinsspiel, ein Martinsfeuer, Brezeln und Glühwein mit und ohne Alkohol für die Großen und die Kleinen. 

Vielleicht sehen wir uns dort!

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